Die neue Katzenstation kann bezogen werden
Von der Idee zum Plan
Nach einer Bedarfsanalyse wurde jetzt der Architekt einbezogen, der gleiche, der bereits am Bau des Tierheims 2012 mitgearbeitet hat, um die bestmögliche Aufteilung und den optimalen Ort dafür zu finden. Bald war klar, der Anbau kommt auf das Dach, zwischen den Katzenhäusern und den Büros der Tierschutzliga.
Im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums des neu gebauten Tierheims im Frühjahr 2022 wurden bei einer Spendengala viele Menschen sowie die Fondation Schmit-Dambach, auf das Projekt aufmerksam, und sicherten Hilfsgelder zu. Mit einer solch großen Unterstützung hatte niemand gerechnet. Infolge der nun zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel konnten die Pläne etwas erweitert werden. Bis dahin waren zehn Boxen, identisch mit denen in der Quarantäne, sieben große Boxen für Familien, eine Waschküche/Lager und eine Futterküche vorgesehen. Jetzt konnte das Projekt noch um einen Behandlungsraum für den Tierarzt erweitert werden. Alle dringend benötigten Medikamente, Impfstoffe und medizinisches Verbrauchsmaterial wären dann in unmittelbarer Reichweite.
Endlich ging es los
In der Wartezeit wurden die Türdurchbrüche gemacht – Staub und Lärm überall trotz provisorischer Zwischentüren. Interessenten für Katzen mussten teilweise durch den Bauschutt und dicke Staubwolken um ins Katzenhaus zu gelangen, während direkt daneben ein Durchgang in die Wand geschlagen wurde. Und da man schon dabei war, wurde die Gelegenheit genutzt, um im oberen Katzenraum ein Fenster einzubauen. Aber keine Sorge, alle Tiere wurden während dieser Zeit in saubere und ruhige Räume gebracht.
Aber dann endlich! Es hörte auf zu regnen, die Sonne kam und mit ihr der Kran. Die Außenwände und das Dach waren fix aufgestellt, die Innenwände kamen danach.
Viel Lärm für die gute Sache
Es wurde gefliest, die Elektrik wurde installiert, das Dach wurde etwas verändert. Es wurde gesägt, getrennt, gehämmert. Es knallte und krachte und der Boden zitterte. Handwerker liefen treppauf und treppab, riefen sich Anweisungen zu, ein Treiben wie in einem Ameisenhaufen. Ständig gab es Fragen zu klären, Herausforderungen zu meistern und Entscheidungen zu treffen.
Einfache Dinge, wie die Position des Abflusses in den Boxen, die vorher niemand hinterfragt hatte, waren Gegenstand von Diskussionen. Die Mitarbeiter der Katzenabteilung wurden mit Fragen bombardiert, ständig wurde in den bestehenden Räumlichkeiten etwas nachgeschaut, vermessen, diskutiert, ganze Herscharen an Handwerkern waren im Haus, oft mehrere Gewerke gleichzeitig. Und obwohl der meiste Staub von den Durchbrüchen in den neuen Gebäudeteil bereits entfernt war, gab es ständig was zu putzen, Staub weiterhin überall.
Einräumen für die neuen Gäste
Nach einer schier endlosen Wartezeit ist es endlich geschafft! Alle Fliesen verlegt, alle Wasseanschlüsse parat, Schlauchanlage, Waschmaschine und Trockner in Startposition, Elektrik komplett, Tierarztzimmer eingeräumt, Regale aufgestellt. Noch überall gründlich putzen, Böden, Türen, Wände und Fenster, dann alles einräumen.
Decken, Kissen, Näpfe, Futter, Streu, Spielsachen, und Körbe – alles musste noch seinen Platz finden. Die Belegschaft der Katzenabteilung war glücklich und ging mit Elan ans Werk. Die Boxen wurden mit viel Liebe eingerichtet und warteten nun auf ihre Gäste.
Viel Schlepperei und einige Korrekturen später waren alle zufrieden. Und wie bei einer Geburt waren die Mühen schnell vergessen.
Und endlich konnten die ersten Familien aus der Quarantäne in die neuen Räumlichkeiten einziehen. Das war wohl für die Mannschaft der Katzenabteilung der schönste Teil.
Die Wege zur Inhouse-Tierklinik, das Lager und die Wasch- und Futterküche sind kurz, alles Benötigte ist zur Hand und endlich haben Katzenfamilien den Platz, den sie brauchen. Jetzt haben die Katzenkinder im Déierenasyl endlich mehr Freiraum für eine gute Entwicklung und zugleich mehr Spaß beim Toben und spielen.
Ein großer Dank geht an alle Spender und Unterstützer, die dieses wunderbarer Projekt möglich gemacht haben. Ein ganz besonderer Dank geht an die Fondation Schmit-Dambach für die große Zuwendung.